Prozessmodellierung durch BPMN von A bis Z !

In diesem Artikel werden die verschiedenen Notationselemente der BPMN vorgestellt:

  • BPMN Symbole
  • BPMN Regeln (noch in Bearbeitung)
  • BPMN Modell Erstellung (Fallstudien) (noch in Bearbeitung)



Prozessmodellierung durch BPMN, allgemeine Informationen

Als allgemeine Informationen über die BPMN, es ist sinnvoll zu merken dass:

  • BPMN ist eine verbreitete Modellierungsnotation für Geschäftsprozesse.
  • Die BPMN wurde 2002 von der Business Process Management Initiative (BPMI) entwickelt
  • Die aktuelle Formen der graphischen Modellierung wurden im Rahmen der Übernahme des Projektes (im Jahre 2005) durch die OMG (Object Management Group) standardisiert
  • OMG ordnet die Notationselemente in vier Kategorien ein: Ablaufknoten; Verbindungsobjekte; Artefakte; Schwimmbahnen.

Prozesse-Modellierung-BPMN-Elemente

BPMN Symbole

  1. Ablaufknoten:

a. Ereignis

b. Aktivität

c. Gateways

**               **                **

a. Ereignis

Bedeutung:

  • Ereignisse beeinflussen den Verlauf eines Geschäftsprozesses
  • Ereignisse starten, unterbrechen oder beenden einen Prozessablauf. Man redet über Start-Ereignis, Zwischen-Ereignis und Ende-Ereignis.
  • Zusätzlich unterscheidet man verschiedene Ereignis-Typen, je nach Anwendung: Message, Timer, Error, Cancel, Compensation, Conditional, Link, Signal, Terminate und Multiple Events.

Symbol:

bpmn-ereignis

Beispiel:
Rechnung erstellt; Auftrag bestätigt (Verb in der Vergangenheitsform).

b. Aktivität

Bedeutung:

  • Eine Aktivität kennzeichnet eine Tätigkeit, die während des Prozessablaufs ausgeführt wird.
  • Teilprozess : ist die Verfeinerung einer Aktivität die aus zusammengesetzten Aktivitäten besteht).
  • Schleife : Sie wiederholt eine Aufgabe, solange die Schleifenbedingung erfüllt ist.
  • Mehrfachausführung: wiederholt parallel oder sequenziell alle Aktivitäten, die Schleifenbedingung erfüllt ist.
  • Ad hoc: führt alle Aktivitäten in einer bestimten Reihenfolge durch.
  • Kompensation: dient dazu, Aktivitäten in Prozessen rückgängig zu machen. Sie wird durch Abbruch einer Transaktion aufgerufen.

Symbol:

bpmn-aktivitaet

Beispiel:
Kundenauftrag prüfen; Material bestellen.

c. Gateway

Bedeutung:

  • Gateways sind Objekte, die den Sequenzfluss in zwei oder mehr alternativen Richtungen verzweigen.
  • Der Exclusive Gateway entspricht dem logischen XOR.
  • Der Inclusive Gateway entspricht dem logischen OR.
  • Der Parallel Gateway entspricht dem logischen AND.

Symbol:

bpmn-gateway

 

  1. Verbindungsobjekte:

a. Sequenzfluss

b. Message flow

c. Association

**               **                **

a. Sequenzfluss

Bedeutung:
Sequenzfluss wird verwendet, um die Reihenfolge der durchgeführten Aktivitäten innerhalb eines Prozesses anzuzeigen.

Symbol:

bpmn-sequenzfluss

b. Nachrichtenfluss

Bedeutung:
Ein Nachrichtenfluss wird verwendet, um die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Pools (Prozessbeteiligten) zu zeigen.
Symbol:

bpmn-nachrichtenflusspng

c. Assoziation

Bedeutung:

Eine Assoziation wird verwendet, um Informationen und Objekte mit den Elementen des Prozessablaufs (Ereignisse, Aktivitäten, Gateways) zu verbinden.
Symbol:

bpmn-assoziation

3. Schwimmbahnen:

a. Pools

b. Lanes

**               **                **

a. Pools

Ein Pool ist ein Behälter für einen Prozess. Er repräsentiert einen Teilnehmer an einem Prozess. Ein Teilnehmer kann eine bestimmte Geschäftseinheit sein oder eine allgemeinere Funktion haben.
Symbol:

bpmn-pool

b. Lanes

Bedeutung:
Eine Lane unterteilt einen Pool. Lanes werden verwendet, um Aktivitäten innerhalb eines Pools zu organisieren.
Symbol:

bpmn-lane

1. Artefakten:

a. Datenobjekt

b. Groups

c. Annotations

 **               **                **

a. Datenobjekt

Bedeutung:
Datenobjekte sind Input oder Output einer Aufgabe. Sie liefern Informationen darüber, wie Dokumente, Daten und Objekte während eines Prozesses benutzt und aktualisiert werden.
Symbol:

bpmn-datenobjekt

b. Gruppe

Bedeutung:
Eine Gruppe dient dazu, mehrere Elemente des Diagramms grafisch zusammenzufasst.
Symbol:

bpmn-gruppe

c. Anmerkungen

Bedeutung:
Anmerkungen dienen dazu, zusätzliche Erläuterungen/Bemerkungen hinzuzufügen.
Symbol:

bpmn-anmerkung

 

Prozessmodellierung durch EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) von A bis Z !

In diesem Artikel werden folgende Punkte anschaulich beschrieben:

  • EPK Symbole
  • EPK Regeln
  • EPK Modell Erstellung (Fallstudien)



Prozessmodellierung durch EPK, allgemeine Informationen

Als allgemeine Informationen über die EPK, es ist sinnvoll zu merken dass:

  • EPK eine verbreitete grafische Darstellung um Geschäftsprozesse mittels Syntaxregeln zu veranschaulichen ist;
  • EPK in den 90ern mit der SAP AG entwickelt und in das ARIS (Architecture of Integrated Information Systems) integriert wurde;
  • Und dass EPK ist ein Bestandteil des SAP-Systems.

EPK Symbole

  1. Ereignisse/Events:

Bedeutung:

  • Das EPK Element Ereignis beschreibt das Eintreten eines Zustandes, von dem der weitere Verlauf des Prozesses abhängt
  • Ereignisse lösen Funktionen aus und können das Ergebnis von Funktionen sein.

Symbol:

ereignis-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Rechnung erstellt; Auftrag bestätigt (Verb in der Vergangenheitsform).




  1. Funktion:

Bedeutung:

  • In der EPK beschreibt die Funktion eine Umwandlung (betrieblicher Vorgang) von einem Input-Zustand zu einem Output-Zustand
  • Eine Funktion beschreibt was nach einem auslösenden Ereignis gemacht werden soll.

Symbol:

 

fk-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Kundenauftrag prüfen; Material bestellen (Verb in der Präsensform)

  1. Logische Operatoren XOR, V, Λ

Bedeutung:

  • Logische Verknüpfungsoperatoren beschreiben die logische Verknüpfung von Ereignissen und Funktionen.
  • Die logischen Operatoren werden benutzt, um Funktionen und Events zu verbinden. Man unterscheidet:

⇒ „XOR“ steht für die Auswahl von genau nur eine der angegebenen Optionen

⇒ „V“ = ODER -> mindestens eine der angegebenen Optionen muss ausgewählt werden

operatoren-oder-beispiel-prozessmodellierung-epk

⇒ „Λ“ = UND -> alle Optionen müssen ausgewählt werden

operatoren-und-beispiel-prozessmodellierung-epk

Symbol:

operatoren-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

  1. Organisationseinheit:

Bedeutung:

  • Definiert die zuständigen Personen (beschreibt Stellen, nicht die Mitarbeiter) um eine Funktion auszuführen (sie kann deswegen nur mit Funktionen verbunden kann).

Symbol:

organisationseinheit-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Qualitätstechniker ist verantwortlich für die Prüfung von Waren.

  1. Informationsobjekt

Bedeutung:

  • Ein Informationsobjekt gibt an die benötigten Daten für die Durchführung einer Funktion.
  • Kann als Input oder Output einer Funktion angesehen werden. Sie können daher nur mit Funktionen verbunden werden.

Symbol:

informationsobjekt-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Prüfkatalog, Email.

  1. Dokument

Bedeutung

  • Schriftliche Dokumente, die vom Unternehmen benutzt sind

Symbol:

dokument-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Rechnung.

  1. Kontrollfluss

Bedeutung:

  • Gerichteter Pfeil zwischen EPK-Elementen.

Symbol:

kontrolfluss-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

kontrollfluss-prozessmodellierung-epk-copie

  1. Prozesspfad

Bedeutung:

  • Der Prozesspfad ist ähnlich zu der Funktion und steht für komplexe Abläufe die in einer separaten EPK beschrieben werden.

Symbol:

oder prozesswegweiser-new-prozessmodellierung-epk

Beispiel:

Siehe Fallstudien.

Regeln der Prozessmodellierung mit EPK

  1. Allgemeine Regeln

  • Grundsätzlich jede Prozesskette beginnt und endet mit Ereignissen.
  • Nur standardisierte Symbole können benutzt werden. Diese Symbole sind mit Linien verbunden.
  • Eine Prozesskette soll mindestens eine Funktion enthalten.
  • Funktionen und Ereignisse sollen abwechselnd vorkommen (Ereignisse können nicht direkt mit anderen Ereignissen verbunden werden genauso Funktionen).

 

  1. Regeln zum EPK -Ereignis

  • Ein Ereignis darf nicht direkt mit anderem Ereignis verbunden sein
  • Ereignisse sind immer passiv, sie haben keine Entscheidungskompetenz.

In diesem Beispiel läuft der Kontrollfluss von einem Ereignis zwei Funktionen. Ein Ereignis kann aber nicht entscheiden welche Funktion ausgewählt werden kann.

  • Ein Ereignis darf nur ein einziges Input haben.
  • Ein Ereignis kann nur ein einziges Output haben.
  1. Regeln zur EPK -Funktion

  • Eine Funktion darf nicht direkt mit einer anderen Funktion verbunden sein
  • Eine Funktion darf nur ein einziges Input haben.
  • Eine Funktion kann nur ein einziges Output haben.
  • Eine Funktion muss mindestens vor einem Ereignis stehen oder mindestens einem Ereignis folgen.
  1. Regeln zu den EPK -Verknüpfungsoperatoren

  • Verknüpfungsoperatoren verbinden andere Symbole.
  • ODER oder XOR die eine Verteilung in der Prozesskette darstellen, dürfen nicht einem Ereignis folgen.
  1. Regeln zu den Informationsobjekten

  • Informationsobjekte können nur mit Funktionen verbunden werden.

EPK Fallstudien

1 . EPK für Notfallmanagement:

Der Portier nimmt die Meldung eines Notfalls entgegen und entscheidet anhand der Informationen, ob es sich um einen Sondern Notfall oder einen medizinischen Notfall handelt. Er informiert daraufhin die Betriebsfeuerwehr und den Betriebsarzt.

Bei Medizinischer Notfall ist der Betriebsarzt verantwortlich.

Bei Sondern Notfall ist die Betriebsfeuerwehr zuständig. Die Betriebsfeuerwehr evakuiert im Bedarf der Personal.

Nach jedem Notfall wird eine Ursachenanalyse veranlasst und Maßnahmen festgelegt.

Der Portier nimmt die Meldung eines Notfalls entgegen und entscheidet anhand der Informationen, ob es sich um einen Sondern Notfall oder einen medizinischen Notfall handelt. Er informiert daraufhin die Betriebsfeuerwehr und den Betriebsarzt.

Bei Medizinischer Notfall ist der Betriebsarzt verantwortlich.

Bei Sondern Notfall ist die Betriebsfeuerwehr zuständig. Die Betriebsfeuerwehr evakuiert im Bedarf der Personal.

Nach jedem Notfall wird eine Ursachenanalyse veranlasst und Maßnahmen festgelegt.

epk-notfallmanagement-png

2 . EPK für EM/EMPB:

  • EM: Erstmuster
    Erstmuster sind Materialien, die voll­ständig mit serienmäßigen Betriebsmitteln und unter serienmäßigen Bedingungen hergestellt worden sind.
  • EMPB: Erstmusterprüfbericht

Dieses Verfahren wird von der Entwicklung gesteuert und verwaltet. Sie müssen vor einer Erstanlieferung zusammen mit einer Zeichnung und/oder Werk­normblatt in der Abteilung Qualitätsmanagement Lieferanten aufliegen.

Erstmuster sind erforderlich bei Bestellung von neuen Einkaufsteilen und/oder bei Änderung der vereinbarten Spezifikationen

Bei einer Erstmusterprüfung durch den Lieferanten sind die Spezifikationen der Kunden-Zeichnung die Prüfgrundlage.

 

Prozessmodellierung und Modellierungsmethoden

Prozessmodellierung, wozu?

Modellierung von Geschäftsprozessen gewinnt in der Unternehmenspraxis immer mehr an Bedeutung.

Warum wird der Aufwand der Modellierung überhaupt betrieben und welcher Zweckdienlichkeit daraus gezogen werden kann?




Prozessmodellierung dient vor allem dazu, komplexe Prozesse mit allen Aspekten, wie Verzweigungen und Informationsflüssen darzustellen. Sie dient auch zur Prozessoptimierung.

Die Komplexität der Realität und die zahlreichen Details die man in jeder Tätigkeit finden kann, machen die Beobachtung, das Beherrschen und die Kommunikation sehr schwierig. Weiterlesen

Facebook
RSS
Google+
http://www.prozesspunkt.com/Gesch%C3%A4ftsprozesse/category/geschaftsprozesse/prozessmodellierung/
Twitter
LinkedIn