Prozessoptimierung: Ziele und Methoden

1. Einleitung:

Auf Grund starker Wettbewerb und stetige Budgetkürzungen machen eine kontinuierliche Suche und Implementierung von Effizienzsteigerungen notwendig.

Das Ziel jedes Unternehmens ist/soll u.a. die Einsparung von Ressourcen, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen.

In dieser Situation sind die Anforderungen an die Prozessoptimierung der Unternehmen mächtig gestiegen.




2. Ziele:

Ziele der Prozessoptimierung können sich in zwei Hauptkategorien unterteilen und zwar generelle und spezifische Ziele.

Zu den generellen Prozesszielen gehören die Wettbewerbsfähigkeit durch Effizienzmaximierung und Kostenminimierung. Die Prozesstätigkeiten (Prozessketten) sollen dann effizienter gestaltet werden in dem wir die Durchlaufzeiten reduziert und das Einsparpotenzial aufdeckt.

Erfolgreicher Geschäftsprozess oder dauerhafte Qualität können auch als generelle Ziele betrachtet werden. Ein optimiertes Verhältnis Qualität/Kosten führt logischerweise zur Kundenzufriedenheit und bewährt eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Spezifische Ziele umfassen alle Verbesserungsmöglichkeiten die sich auf bestimmte (Mikro-) Einheiten beziehen. Dies können zum Beispiel die Verbesserung von Mitarbeiterkompetenz, eine besondere Kundenbetreuung oder die Minimierung von der Schadstoffbelastung im Betrieb…usw.

3. Methoden der Prozessoptimierung:

Grundsätzlich gibt es im Zusammenhang mit Prozessoptimierung zwei Methoden: Das Business Process Reengineering (BPR) und der Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP).

3.1 Business Process Reengineering:

Business Process Reengineering kennzeichnet die radikale Methode bei Prozessgestaltung. Jeder Kernprozess oder unterstützender Prozess ist in Frage gestellt ohne Berücksichtigung der bestehenden Unternehmensstrukturen. Eine Prozessliste wird erstellt, und jeden Ablauf wird hinterfragt bzw. radikal umgestaltet. Dieser Vorgang findet statt in der oberste Hierarchie (Managementprozess), ohne die Mitarbeiter direkt einzubeziehen. Potentiale Ausgangspunkte dafür sind:

  • Nicht ausreichende Prozess-Effizienz
  • Fehlende Kundenorientierung
  • Falsche Geschäftsorientierung

Die wichtigsten Phasen vom Business Process Reengineering sind:

  • Kernprozesse aufdecken
  • Schwachstellen lokalisieren
  • Radikales Umgestalten
  • Unternehmensstruktur anpassen

3.2 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess:

KVP ist die schrittweise Optimierung in einer Organisation. Sie bezeichnet sich durch progressive Prozessveränderung anstatt radikaler Umgestaltung. Optimierungsvorschläge kommen von einzelnen Mitarbeitern die in der Prozess-Gestaltung und -Verbesserung stark involviert sind.

Vergleich:

Eigenschaften KVP BPR
Approach Mitarbeiter sind in der Prozess-Gestaltung und -Verbesserung stark involviert.

-> Mitarbeiter = Teil der Lösung

Entscheidungen sind in der Führungsebene getroffen.

-> Mitarbeiter = Teil des Problems

Phasen – Startpunkt ist hauptsächlich die eigene Motivation von Betroffenen.

– Analyse der existierenden Prozessabläufe

– Verbesserungspotentiale definieren (auch wenn es kein „Problem“ gibt)

– Betroffene als Beteiligter in der Verbesserung (Problemlösung) machen

– Startpunkt ist hauptsächlich ein Scheitern.

– Mitarbeiter sind ausgeschlossen (sind darüber nicht unbedingt informiert)

– Alle Prozesse sind in Frage gestellt

– Schwachstellen radikal beseitigt

– Struktur umgestaltet

– Externe Berater als Beteiligter in der Umstrukturierung

 

Lesen Sie auch:

Was sind Prozesse/Geschäftsprozesse?

Prozessmodellierung und Modellierungsmethoden

Ein Gedanke zu „Prozessoptimierung: Ziele und Methoden

  • Dezember 12, 2016 um 3:26 am
    Permalink

    Nice post , this is my first time i read this blog and i found it very interesting , nice job .

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